Darmkrebsmonat März
Jährliche Aktionen gegen Darmkrebs im März
Private Institutionen wie die Felix Burda Stiftung und die Ärzteschaft haben es vor einigen Jahren erreicht, dass die Vorsorgedarmspiegelung zu einer Krankenkassenleistung wurde, auf welche alle Menschen in der Bundesrepublik ab einem bestimmten Alter Anspruch haben.
Dies reicht jedoch nicht aus. Es müssen auch genügend Menschen an der Vorsorgedarmspiegelung teilnehmen, um eine große Zahl von Darmkrebserkrankungen verhindern zu können und viele Leben zu retten. Wir wissen von den Vorsorgeprogrammen gegen Brustkrebs und gegen Prostatakrebs, dass jeweils nur 2-5% der anspruchsberechtigten Frauen und Männer auch regelmäßig an den Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.
Die Felix Burda Stiftung und die Deutsche Ärzteschaft begleiten daher seit der Neueinführung die Vorsorgedarmspiegelung mit jährlich wiederkehrenden Informationskampagnen für die Bevölkerung. Der Monat März ist „Darmkrebsmonat“. Während die Felix Burda Stiftung und andere Stiftungen bundesweit agieren, haben sich die hessischen Darmspezialisten (Koloproktologen und Gastroenterologen) zusammengetan und seit 3 Jahren die Aktion Hessen gegen Darmkrebs durchzuführen.
Durch regelmäßig wiederkehrende Informationen der Bevölkerung und der Hausärzte gelingt es, immer mehr Menschen zur Teilnahme an den Programmen zur Vorsorgedarmspiegelung zu bewegen. Durch Aufklärung wird die Scheu vor der Untersuchung und die Angst sich mit dem Thema Darmkrebs auseinander zu setzen abgebaut.
So nehmen etwa 10 % der anspruchsberechtigten Frauen und Männer in der Bundesrepublik Deutschland das Angebot zur Vorsorgedarmspiegelung wahr. Im Jahr 2005 waren dies ca. 544.000 Personen. Dies ist ein für ein Krankheitsvorsorgeprogramm erstaunlich hohe Teilnehmerzahl. Kein anderes Krankheitsvorsorgeprogramm erreicht eine ähnliche Teilnehmerquote.
Es wurden 2005 bei etwa 20% der untersuchten Patienten Darmpolypen gefunden und entfernt. Bei 4506 Menschen wurde durch die Vorsorgedarmspiegelung ein Darmkrebs entdeckt!! Etwa 44% der bösartigen Tumoren wurden im Frühstadium gefunden und waren somit mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80% noch heilbar!. Nur 10% der neu entdeckten Darmkrebse befanden sich bereits in einem fortgeschrittenem Stadium mit schlechten Heilungschancen.
Die gefährlichste Komplikation der Darmspiegelung ist die Verletzung des Darmes (Perforation) während der Untersuchung. Diese Komplikation trat lediglich bei 0,003% der Vorsorgedarmspiegelungen auf. 2 Patienten verstarben im Rahmen der Untersuchung, entsprechend einer Sterblichkeitsrate von 0,0004%.
Zusammenfassend zeigt diese grosse, bundesweite Erhebung der deutschen Ärzteschaft wie erfolgreich die Vorsorgedarmspiegelung Darmkrebsvorstufen erkennen und beseitigen kann.
Es ist erfreulich, dass durch die Vorsorgedarmspiegelung so viele Darmkrebse im Frühstadium (gute Heilungschance) gefunden wurden.
Schon 4 Jahre nach Einführung der Vorsorgedarmspiegelung nehmen mehr Menschen an dieser Vorsorgemassnahme teil, als an irgend einer anderen Krebsvorsorgeuntersuchung. Dies ist ein Beweiss dafür, dass durch geeignete Informationskampagnen (Hessen gegen Darmkrebs, Darmkrebsmonat ) viele Menschen zur Teilnahme an sinnvollen Vorsorgeuntersuchungen gewonnen werden können.
Wir dürfen nicht aufgeben, unser Ziel muss es sein, noch mehr Menschen von der Wichtigkeit der Vorsorgedarmspiegelung zu überzeugen, denn
Darmkrebs muss nicht sein!